Innenschnitte planen und sauber aussägen
Startbohrungen, Reihenfolge und empfindliche Verbindungen vor dem ersten Schnitt durchdenken.
Ein Innenschnitt beginnt in einem Bereich, der später aus dem Werkstück fällt. Das Sägeblatt braucht dort einen Zugang. Werden die Innenöffnungen sinnvoll vorbereitet, bleibt der äußere Rohling während dieser Arbeit groß genug zum Führen. Die Außenkontur folgt deshalb bei unseren Motiven nach den Innenschnitten.
Was auf der Vorlage stehen bleibt
Die farbige Übersicht zeigt das spätere Holzteil. Die hellen Flächen innerhalb der Silhouette sind Abfall. Auf den 1:1-Blättern begrenzen schwarze, geschlossene Linien diese Flächen. Jedes geschlossene Innenfeld bekommt einen nummerierten Startpunkt. Die Zahl dient der Zuordnung; sie ist keine vorgeschriebene Reihenfolge für Ihre Säge.
Betrachten Sie das Motiv zunächst ohne Werkzeug. Verfolgen Sie gedanklich die Verbindungen zwischen Sockel, Rahmen und Bildelementen. Bei Bergwald werden die Berglinien mit dem Rahmen verbunden. Bei Blätterkranz verbindet der mittlere Stängel die Blätter mit dem Sockel. Diese Verbindungen sollen nach dem Sägen vollständig erhalten bleiben.
Die Startbohrung richtig einordnen
Die kleinen nummerierten blauen Kreuze liegen innerhalb der späteren Abfallflächen. Der Motor sucht dafür einen Punkt mit Abstand zur Schnittkontur. Er legt damit den Ort des Blattzugangs fest, nicht einen universell passenden Bohrerdurchmesser. Dieser richtet sich nach dem verwendeten Sägeblatt und seiner Aufnahme.
Prüfen Sie vor dem Bohren, ob das Blatt einschließlich eventuell vorhandener Stifte durch die Öffnung geführt werden kann. Manche Innenschnitte passen besser zu einem anderen Blatttyp. Machen Sie diesen Versuch zuerst an einem Reststück. Wählen Sie keine größere Bohrung, die bereits die schwarze Schnittkontur berührt oder überschreitet.
Eine nachvollziehbare Reihenfolge wählen
- Die richtig skalierte Papiervorlage auf dem vorbereiteten Rohling befestigen.
- Alle Innenfelder erkennen und die vorgesehenen Bohrstellen prüfen.
- Startbohrungen im Abfallbereich setzen und störende Grate entfernen.
- Blatt gemäß der Anleitung Ihrer Säge einfädeln und spannen.
- Eine Innenkontur schließen, Abfall entfernen und den nächsten Zugang vorbereiten.
- Erst nach den Innenöffnungen die Außenkontur fertigstellen.
Bei Motiven mit unterschiedlich großen Öffnungen kann es sinnvoll sein, mit einem gut zugänglichen Innenfeld zu beginnen. Dort sehen Sie, wie sich Blatt und Holz verhalten. Lassen Sie die schmalsten Verbindungen zunächst von möglichst viel umliegendem Material stützen. Halten Sie beim Umspannen die Bedienungsanleitung Ihrer Maschine ein.
Was eine Kurve schwierig macht
Schwierigkeit entsteht nicht allein durch die Zahl der Innenfelder. Ein großes Feld mit engen Richtungswechseln kann anspruchsvoller sein als mehrere runde Öffnungen. Auch Holzart, Dicke, Blattbreite und Vorschub beeinflussen, wie sauber die Kurve gelingt. Drehen Sie das Werkstück nicht mit Kraft gegen ein Blatt, das gerade klemmt.
Die Schnittlinie ist die Sollkontur des Motivs. Eine bestimmte Sägeblattbreite wird in unseren Dateien nicht automatisch verrechnet. Entscheiden Sie am Probestück, wie Sie die Linie führen. Wer mal links und mal rechts einer dicken Linie sägt, verändert die schmalen Verbindungen ungleichmäßig.
Die geometrische Prüfung richtig lesen
Unsere Formen bestehen aus einem zusammenhängenden Polygon. Zusätzlich wird geprüft, dass bei 1,5 mm innerem Versatz ein zusammenhängender Kern erhalten bleibt und die definierten tragenden Prüfpunkte darin liegen. Das ist eine geometrische 3-mm-Prüfung dieser Verbindungen. Freie Zierspitzen können dünner auslaufen. Holzfasern, Fehlstellen und Ausriss werden damit nicht simuliert.
Die Anzahl der Innenschnitte sehen Sie in der Werkstatt, bevor Sie bestellen. Beim kostenlosen Hauslicht lässt sich der gesamte Ablauf mit einem überschaubaren Motiv ausprobieren. Für die Materialwahl hilft der Leitfaden zu Holz und Sägeblatt.
